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Radfahrer 1891 – 2003

Eckdaten der Geschichte der Radfahrertruppen

1888 Anlässlich eines Truppenzusammenzuges der VIII. Division setzte Oberdivisionär von Pfyffer ein kleines Versuchsdetachement von Radfahrer für den Stafetten- und Ordonnanzdienst ein. Dieser Dienst wurde in Zivil und mit Zivilfahrrädern geleistet.

1890 Wurden in den Manövern des I. Armeekorps Radfahrer – Freiwillige aus den verschiedensten Einheiten – als Meldefahrer eingesetzt.

1891 Geburtsjahr der Radfahrertruppe
Mit dem Bundesgesetz vom 19. Dezember beschlossen die Eidgenössischen Räte die Aufstellung von Radfahrer-Abteilungen (40 Mann pro Armeekorps).
Als „Fahrmaschine“ wurde aus den drei Möglichkeiten „Bicyclette“, „Bicycle“ und „Dreirad“ das „Bicyclette“ gewählt.
Der Wehrmann musste seine „Fahrmaschine“ selbst beschaffen.

1892 Durchführung der ersten Radfahrer-Rekrutenschule in Bern (der Infanterie unterstellt).

1904 Neue Verordnung betreffend Militärfahrräder tritt in Kraft.
Das „Normalrad“ wird durch den Bund beschafft und gegen Bezahlung des halben Anschaffungspreises an die Radfahrer abgegeben. Dem Radfahrer werden pro Diensttag 50 Rappen vergütet.

1911 Aufgrund der Truppenordnung von 1911 werden die Radfahrer in geschlossene Einheiten zusammengefasst. Sie finden weiterhin Verwendung als Verbindungs- und Nachrichtentruppe.

1924 Umwandlung der Radfahrer zur Gefechtstruppe. Einführung des Leichten Maschinengewehrs.

1926 Winterthur wird Waffenplatz der Radfahrer.

1936 Wechsel von den grünen zu den gelben Patten. Die Radfahrer werden von der Infanterie abgetrennt und der Abteilung für Kavallerie unterstellt.

1937 Neuschaffung der Truppengattung Leichte Truppen. Zusammensetzung: Kavallerie, Radfahrer und Motorisierte Leichte Truppen.

1949 Trennung der Radfahrer von der Kavallerie. Bildung der Radfahrer-Regimenter unter gleichzeitiger Eingliederung in die Leichten Brigaden.

1951 Einführung des Maschinengewehrs 51 und des Raketenrohrs 51

1961 Auflösung der Leichten Brigaden und Bildung der mechanisierten Divisionen. Bei dieser Gelegenheit wurden die drei Radfahrer-Regimenter direkt den drei Feldarmeekorps unterstellt.

1972 Drognens wird neuer Waffenplatz der Radfahrer.

1981 Bildung der Radfahrer PAL-Kompanien mit der Panzerabwehr-Lenkwaffe PAL BB 77 „Dragon“.

1988 Das letzte Kontingent des Ordonnanzrad 05 wird von der Firma Condor in Courfaivre bezogen. 1989 stellt Condor die Produktion dieses Modells nach 84 Jahren ein. Insgesamt wurden an die 70'000 Frd produziert (zusammen mit andern Herstellern).

1995 Neues Frd: Das Modell 93, welches erstmals mit einer Gangschaltung versehen ist, ersetzt das alte "Normalrad 1904". Es werden rund 4500 Stück produziert. Neben der Kampfbekleidung 90 wurde ebenfalls anfangs der 90er Jahre das Sturmgewehr 90 und die Panzerfaust eingeführt. Letztere löste das Raketenrohr ab.

2003: Die Radfahrertruppe ist in der Armee XI nicht mehr vorgesehen und wird aufgelöst. Als letzter Radfahrerverband schliesst am 1. Mai 2003 das Radfahrerregiment 5 seine Schlussmanöver mit einem Defilee in Sempach ab.

2012: Das VBS beschafft sich ein neues Militärvelo, das "Fahrrad 12" (rund 4100 Stück). Ausgeliefert wird dieses Modell von der Firma www.simpel.ch.