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Fortsetzung

Sonderstempel "50 Millionen" ab 1941 (bis 1945)

Die nächste einschneidende Änderung der Stempelung war durch den durchschlagenden Erfolg des „Torpedos“ bedingt.
Die Zeit der Jubiläumsstempelungen begann. Auf den Nabenhülsen, die den stolzen Stempel oberhalb der bisherigen Stempelung tragen, ist zu lesen: „Jubiläum 50 Millionen 1904-1940“.
Diese Beschriftung lässt sich bisher von 1941 bis 1943 und 1945 nachweisen.

Sonderstempel 60 Millionen ab 1946 (bis 1947)

Aber die Stempelung war noch steigerungsfähig. Schon 1946 und auch 1947 warb der Sonderstempel an gleicher Stelle und nur geringfügig abgeändert für das nächste Jubiläum: „Jubiläum 60 Millionen 1904-1945“.
in nur fünf Jahren hatte die kriegerische Nachfrage nach der Narbe mit dem militärischen Namen demnach die Produktion von 10 Millionen Torpedo-Naben zur Folge!

Ungereimtheiten

Hinsichtlich der wohl meisten der Jubiläums-Naben hatte F&S ebenfalls „schwarz“ gesehen. Es gibt allerdings aus dieser Zeit bis einschliesslich 1945 auch verchromte und vernickelte Jubiläumsnaben. Auch im Übrigen führte der Krieg zu gewissen „Uneinheitlichkeiten“. Neben den Jubiläums Naben fertigte F &S auch Naben ohne Sonderstempelung, die aber unterhalb des Adlers den Eintrag „K2“ (1943-1945) aufweisen . Welche Bedeutung diesem Kürzel zukommt, ist bisher unklar. Auch diese Stempelung kommt auf schwarzen und verchromten Hülsen vor.
Ebenfalls unklar ist die Bedeutung der bei beiden Stempelungen verwendeten, die unterhalb des Ölers eingeschlagen wurden. Hingegen ist die an gleicher Stelle auch bei anderen Naben häufiger anzutreffende Zahl, z.B. „3“, nur die Angabe des Durchmessers der Speichenlochbohrung in mm.

Hebel der schwarzen Naben
Die Hebel der schwarzen Naben unterscheiden sich von ihren Vorgängern grundsätzlich nur in ihrer Oberfläche – es kamen dunkelgrau bis schwarz kadmierte Hebel zum Einsatz.
Von diesem Grundsatz gibt es allerdings eine Ausnahme. Wohl 1943 wurden Hebel verbaut, die einmalig blieben. Diese Hebel sind schwarz lackiert und der Torpedoschriftzug ist eingeprägt, während er vorher und auch nachher erhaben gestaltet war. Zudem fehlt der strukturierte Hintergrund des Schriftzuges völlig.

Die Jubiläumsstempelungen lohnen, gerade als letzte Sonderstempelung der Torpedonaben überhaupt, auch inhaltlich ein genaues Hinsehen. Denn bei näherer Betrachtung ergeben sich einige kleine Ungereimtheiten. Beispielsweise verblüfft der Verweis auf 1904 als Produktionsstart der Torpedonabe. Scheinbar rechnete man die Naben des Jahres 1903 nicht mit, während nur wenige Jahre später – nämlich 1953 – bei F&S das Jubiläum „50 Jahre Torpedo“ gefeiert wurde.
Zudem irritiert, dass man noch 1949 mit der Produktionszahl von 60 Mio. Exemplaren warb, während nach der Sonderstempelung bereits 1945 60 Mio. Naben produziert worden waren.